„Wenn jemand mit schlechten Stromerträgen anruft, weiß ich dass der richtige Zeitpunkt für eine Solarreinigung bereits vorbei ist.“

Solarreinigung | Michael Mattstedt | PV Reinigung PhotovoltaikMichael Mattstedt , Ökologische Solarreinigung

„Wir hatten 2018 herausragende Stromerträge!

Warum sollten wir unsere Photovoltaikanlage überhaupt noch reinigen lassen?“

Jeder Eigentümer, der viel Geld und Herzblut in seine Photovoltaikanlage investiert hat, wünscht sich maximale Stromerträge. Noch viel mehr wünschen wir uns, dass unsere Photovoltaik möglichst lange funktioniert. Und was kann schlimmer sein, als defekte Module oder gar ein Ausfall der gesamten PV Anlage?

Der Volksglaube sagt….

Erst wenn man Verluste hat, sollte eine PV Anlage gereinigt werden.

Liest man sich quer durchs Internet, könnte man meinen der Solarreiniger ist eine Art Tatortreiniger. Die Autoren der großen Photovoltaikportale empfehlen eine Solarreinigung erst dann, wenn die Erträge aufgrund von Verschmutzung bereits eingebrochen sind. Die dazugehörigen Vorher-Nachher-Bilder sind auch sehr beeindruckend. Sie finden in unseren „Fachbeiträgen“ in der Rubrik „Referenzen“ Bilder von extremverschmutzten Anlagen zuhauf.

Nach dem Volksglauben tut man also gut daran erst reinigen zu lassen, wenn die Verluste höher sind als die Reinigungskosten. Mich wundert es, dass sich in den zahlreichen Foren weder betroffene PV Betreiber, noch erfahrene Elektriker zu Wort melden. Oder zumindest die Reinigungsfirmen sollten das Irrtum doch mit handfesten Bildern zurechtrücken können. Ist der soziale Branchendruck höher als handfeste Fakten?

So sahen 2018 „realtiv saubere“ Photovoltaikanlagen mit guten Stromerträgen aus, die dennoch viel zu spät gereinigt wurden:

Langjährig verschmutztes Photovoltaikmodul mit korrosiven Materialveränderungen.

Heizungskamin: Auslaugung und Einfärbung des Solarglases

Korrosive Veränderung eines Photovoltaikmoduls durch eine sehr geringe Dachneigung unter 15°.

Langzeitverschmutzung: verursacht Glaskorrosion

Photovoltaikmodul mit starkem Befall durch Algen und Flechten.

Pflanzenwachstum: verursacht Rahmenaufbiegung

PV Anlagen mit einer Dachneigung unter 15° bewirken haben ein schlechtes Wasserablaufverhalten. Der Schmutz sammelt sich am unteren Rahmen.

10 Jahre ohne Reinigung: Korrosion und Verpilzung

Was kann der gut informierte PV-Betreiber besser machen?

1. Ein Rechenbeispiel für den Buchhalter in uns

Lässt man tatsächlich erst reinigen, wenn die Verluste höher sind als der Preis für eine PV-Reinigung, hat man in seiner Kalkulation einen Denkfehler.
Die bereits verschenkten Erträge der Vorjahre wurden vergessen. Leistungsverlust entwickelt sich nicht plötzlich – das ist ein schleichender Prozess über mehrere Jahre.

Der „Buchhalter in uns“ muss die Summe der Vorjahresverluste ebenfalls berücksichtigen, um den Cross-Profit einer Solarreinigung real zu ermitteln.
Im 3. Jahr nach Installation (je nach Wetter und Standort) 3% Verlust, dann 5%, 7% …. und schließlich im 10. Jahr 12%-15%.

Folglich hatte man bereits im 6. Jahr so viel Wirkungsgrad = Geld verloren, dass eine Reinigung der Module längst wirtschaftlich gewesen wäre.

Auch weniger schlimm verschmutzte Photovoltaikanlagen können bleibende Modulschäden davontragen. Verschmutzungsbedingte Materialermüdung und Schäden können Sie mit einer rechtzeitigen, fachmännischen Solarreinigung vermeiden.

Luftverschmutzung enthält chemisch-reaktive Substanzen, welche bei zu langer Einwirkung die Glasgüte von Photovoltaikanlagen schädigen.

chemisch-reaktiver Schmutz: schädigt die Antireflex-Beschichtung

Langjährig verschmutztes Photovoltaikmodul mit daraus resultierender Qualitätsminderung.

Langzeitverschmutzung: verursacht Materialermüdung / Degradation

Photovoltaikmodul mit degenerativ verändertem Solarglas durch fehlende Reinigung.

gewerbliche Emissionen: verursachen Glaskorrosion

Rahmenschäden und Glaskorrosion durch das Wachstum von Flechten und Moos an PV Modulen.

Flechten: Kalzinierung, Degradation und Ertragsverlust

2. Ertragsverluste sind relativ

In sehr guten Photovoltaikjahren wie 2018 macht man auch mit verschmutzten Modulen Spitzenerträge. Warum haben verschmutzte Photovoltaikmodule nicht immer die gleiche Leistungseinbuße?

Weil starkes Licht den „Lichtfilter Schmutz“ deutlich leichter durchdringt als schwächeres Licht. Wir haben Ertragsmessungen mit teilgereinigten PV-Anlagen quer durch Griechenland gemacht. Die Module sahen teilweise schlimm aus. aber der Stromverlust war lächerlich gering. Vergleichbare Anlagen in Deutschland wären hier längst „in die Knie gegangen“. Die griechische Sonne ist ganz einfach intensiver als in Bayern. In guten PV-Jahren wie 2011, 2015 und 2018 hat die intensive Sonne in Süddeutschland auch stärkere Schmutzschichten gut durchdrungen. Wirkungsgradverluste entstanden eher durch Überhitzung der Photovoltaikmodule.

In mittelmäßigen Photovoltaikjahren sind die Verluste unverhältnismäßig hoch. Warum nur?

Ist der Himmel nicht tiefblau, sondern etwas milchig, wird die Sonne bereits in der Atmosphäre gefiltert. Der Schwachlichtanteil steigt. Das schwächere Licht wird von den Schmutzpartikeln auf den PV-Modulen stärker zurückgehalten. Die Ertragsverluste steigen bereits bei leichter Verschmutzung überproportional an. Das Sonnenlicht ist doppelt gefiltert: in der Erdatmosphäre und auf dem Solarglas.

Photovoltaikmodul mit Einfärbung und Kalzinierung der oberen Glasschichten

Industrieabgase: irreversible Verluste durch Kalzinierung und Einfärbung

Photovoltaikmodul mit beschädigter Antireflexbeschichtung durch chemisch-physikalischen Schmutz

fetthaltiger Schmutz: mindert die Glasgüte

Photovoltaikmodul mit Glaskorrosion durch chemisch-reaktive Verschmutzung.

Gewerbebetrieb: Dämpfe verursachen Glaskorrosion

Degenerativ verändertes Glas einer Photovoltaikanlage Mikroorganismen durch chemisch reaktiven Schmutz.

empfindliche Glasoberfläche: Minderung der Glasgüte durch Langzeitverschmutzung

3. Eine fachgerechte Solarreinigung ist mehr als nur „Glas putzen“

Die Reinigung von Photovoltaikanlagen beseitigt rechtzeitig die Risiken von Modulschäden.

Riskant ist Luftverschmutzung mit Anteilen aus Verbrennungs- und Erhitzungsprozessen. Von Heizungsanlagen, vom Bahn- und Strassenverkehr bis hin zur Industrie. Riskant sind auch Flechten, Moose, Pilze und Algen. Sie verursachen Korrosion im Solarglas, Hot-Spots, Rahmenschäden, Delamination und Entmineralisierung.

Aktive Schadensprävention
Aktive Schadensprävention bedeutet effektive Vorsorge und verhindert Modulschäden. Wird abgewartet, bis die Modulrahmen oder gar die Gläser bewachsen sind, ist es vorbei mit Prävention. Dann geht es nur noch um Schadensbegrenzung – das ist eine andere Liga, mit völlig anderen Ergebnissen. Es lohnt sich tatsächlich rechtzeitig, unabhängig von Ertragsverlusten reinigen zu lassen. Aktive Schadensprävention ist immer die wirtschaftlichste Variante.

Photovoltaikmodul mit starkem Befall durch Flechten.

Flechten extrem: Hotspots und Demineralisierung

Rahmenschäden und Delamination durch das Wachstum von Flechten und Moos an PV Modulen.

Mooswachstum: Rahmenschäden und Delamination

Photovoltaikmodul mit starkem Befall durch Algen, Flechten, Moos und Pilz.

Pflanzenbesiedelung: Rahmenschäden und Delamination

Ein aufgebogener Rahmen durch das Wachstum von Flechten und Algen an Photovoltaikmodulen.

Pflanzenbewuchs im Rahmen: Delamination und Störmeldung am Wechselrichter

Die Ökologische Solarreinigung

Gemeinsam mit Kooperationspartnern haben wir seit 1999 eine konsequent werterhaltende Reinigungsmethode für Photovoltaikanlagen entwickelt. Seit 2007 bieten wir unsere Reinigungsdienstleistung mit der Marke Ökologische Solarreinigung an.

In der Ökologischen Solarreinigung liegt unser Hauptaugenmerk auf der Schadensprävention und der Optimierung der Nutzungsdauer von PV Anlagen. Reinigungsgerät, Handwerk und die verwendete Technologie verursachen keine Bearbeitungsschäden, im Gegenteil sie reduzieren die Materialermüdung.

Unser Ziel sind gut funktionierende Photovoltaikanlagen, anhaltende Reinigungsergebnisse und eine möglichst lange Nutzungsdauer.