Photovoltaik-Beauftragte (m/w/div) in Industrie- und Gewerbebetrieben

Wir schulen Ihre betriebsinternen Mitarbeitenden

Photovoltaikanlagen auf Gewerbehallen und Industriebetrieben sind meist in einen professionellen Wartungsvertrag eingebunden. Ein Servicevertrag gemäß DIN VDE 0100-700 (DGUV-Vorschrift 3) beinhaltet das übliche Mess- und Kotrollprozedere in Intervallen von 1-2 Jahren. Normalerweise wird dabei auch eine Sichtprüfung der weitläufigen Photovoltaikflächen durchgeführt. Dennoch entdeckten wir schon früher bei unseren Reinigungsarbeiten regelmäßig Modulschäden, stark verschmutzte Photovoltaikmodule oder intensiven Taubenbefall.

Das sind keine Einzelfälle, denn die Sichtprüfung wird unterschätzt und auch gerne vernachlässigt. Wird nur das Meßprotokoll abgearbeitet erfassen Sie ja keine Module mit Glasbruch, Hotspots, oder Delamination. Die Verschmutzungsproblematik an gewerblichen Standorten wird ebenfalls nur unzureichend erfasst.

Möchte man als Wartungsfirma die Sichtprüfung fachgerecht durchführen, wäre man bei einer aufgeständerten 1-MW-Anlage mit 2 Menschen bereits einen kompletten Tag beschäftigt. Nur Sichtprüfung, ohne Dokumentation und Auswertung. Fakt ist auch, dass die Konzentration bei den meisten Menschen dafür nicht ausreichend trainiert ist. Deshalb ist es ökonomisch sinnvoll bei größeren PV-Anlagen in Gewerbe und Industrie betriebsinterne Photovoltaik-Beauftragte zu installieren, um die vorhandenen Lücken zum bestehenden Servicevertrag zu schließen. Dies gewährleistet am gewerblichen Standort Photovoltaikanlagen dauerhaft in Wert und Funktion zu erhalten.

Was kann ein/e Photovoltaik-Beauftragte/r besser, als die Elektrofachkraft?

Das wichtigste im Wartungsvertrag ist die normenkonforme Prüfung der Photovoltaikanlage. Wer nämlich ein Stromkraftwerk betreibt, muss auch sicherstellen, dass es funktioniert und keine Gefahren davon ausgeht. Die Sichtprüfung ist zwar integrierter Bestandteil der Richtlinien, die Gewichtung liegt jedoch auf dem Meßprotokoll. Sichtprüfungen gelten als notwendiges Übel, das nur stichprobenartig durchgeführt wird. Optisch sichtbare Mängel, Schäden und materialaggressive Verschmutzungen werden nicht per se mit der Kennlinienmessung aufgedeckt.

Eine dezidierte Sichtprüfung bei sehr großen Photovoltaikanlagen ist auch für engagierte ElektrikerInnen häufig eine Überforderung. Stellen Sie sich einfach vor Sie begehen eine MW-Industrie-Photovoltaikanlage, stehen vor einem Meer an PV-Modulen und sollen nun „auf die Schnelle“ feststellen, ob alles in Ordnung ist. Es dauert einfach seine Zeit bis sich das Gehirn mit der fremden PV Anlage vertraut macht und sich der Blick auf die spezifischen Eigenheiten der Module an diesem Standort justiert. Und dann soll Modul für Modul gewissenhaft überprüft werden??

Die betriebsinternen Photovoltaik-Beauftragten gehen völlig anders vor. Diese sind nämlich bereits ein Teil des Geschehens und machen bei „ihrer“ Photovoltaikanlage eine Begehung. Photovoltaik-Beauftragte entwickeln somit einen anlagenspezifischen Scanner-Blick. Sie kennen darüberhinaus die neuralgischen Bereiche mit erhöhten Emissionen, aber auch die Module mit beginnender Delamination oder Schneckenspuren. Mit tournusgerechten Begehungen werden peu-a-peu alle Teilflächen der Photovoltaikanlage gründlich auf Sicht geprüft und erfasst.

Ihre Photovoltaik-Beauftragten lernen in unserer Schulung alle optisch erkennbaren Anomalien, Auffälligkeiten und Schäden zu erkennen, sowie die relevanten Schmutzarten wahrzunehmen und richtig einzuschätzen.

Ihre betriebsinternen Photovoltaik-Beauftragten steigern die Rendite der PV-Anlage

Eigene Mitarbeitende sind die besten PV-Beauftragten

Photovoltaikbeauftragter im Industriebetrieb und Gewerbebetrieb

In jeder Firma gibt es MitarbeiterInnen, die selbst eine Photovoltaikanlage zu Hause haben. Hier sind bereits eine grundsätzliche Affinität und ein prinzipielles Interesse für diese Sonderaufgabe vorhanden. Wir empfehlen zumindest zwei ArbeitskollegInnen als Photovoltaik-Beauftragte zu benennen, die ihre Kontrollgänge dann aus Sicherheitsgründen auch gemeinsam durchführen.

Je nach betrieblicher Situation können zukünftige Photovoltaik-Beauftragte auch engagierte Mitarbeitende aus Produktion, Lager und Verwaltung sein. Diese Aufgabe müssen nicht zwingend die betrieblichen Elektrofachkräfte oder die Sicherheitsbeauftragten ausfüllen. Voraussetzung sind lediglich eine grundsätzliche Dachsicherheit, bedingungslose Zuverlässigkeit und das Interesse an dieser Zusatztätigkeit. Bei einer 1-MW-Photovoltaikanlage veranschlagen wir etwa vier Stunden Einsatz pro Quartal und Mitarbeiter in einem Zweierteam.

Im ersten Step werden wir mit Ihren betrieblichen Sicherheitsbeauftragten die Kontrollwege an den PV-Anlagen detailliert erschließen. Die sicherheitstechnischen Voraussetzungen sind meist vorhanden, weil sich ja auch Ihre Fremdfirma in Erfüllung der Prüfung nach DGUV bzw. VDE 0100-600 an der PV-Modulfläche bewegt.

Schulung, Starthilfe und Nachbetreuung

MODUL 1: individueller Know-how-Transfer für Ihren Gewerbestandort

Die Ökologische Solarreinigung schult Photovoltaikbeauftragte für die Industrie.

Schulungstag 1

In einem 4-stündigen Einführungsseminar vermitteln wir Ihren Mitarbeitenden eine fundierte Grundlage, um Anomalien an Ihren Photovoltaikanlagen zu erkennen. Zugeschnitten auf Ihre Photovoltaikmodule und Ihre Emissionslage, lernen Ihre Photovoltaik-Beauftragten verschiedene Schmutzarten unterscheiden und bewerten.

Ein weiteres Ziel ist das Erkennen von schleichenden Veränderungen und bereits eingetretenen Schäden am Modul, sowie eines guten Reinigungszeitpunktes. Letzterer ist insbesondere an neuralgischen Photovoltaik-Teilanflächen mit besonderer Schmutzeinwirkung relevant. Im praktischen Teil vertiefen wir das Erlernte auf Ihrer Photovoltaikanlage.

Schulungstag 2

Der darauffolgende Praxistag ist bereits die erste eigenständige Sichtprüfung mit unserer Anleitung bzw. Begleitung. Zum Ende dieses Arbeitstages werden die Ergebnisse der Begehung in Form eines Begehungsprotokolls innerhalb Ihrer betrieblichen Hierarchie besprochen – beispielsweise mit den zuständigen BetriebselektrikerInnen.

MODUL 2: die Nachbetreuung

Optional können Sie für die Zeit nach der Schulung auch auf unsere Unterstützung bauen. Gerne stehen wir Ihren Photovoltaik-Beauftragten weiterhin zur Seite. Die Inhalte dieses Moduls lassen sich individuell an Ihrer Situation anpassen und auch nachträglich hinzubuchen.

Michael Mattstedt

Schulung zum betriebsinternen PV-Beauftragten

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