Die Überlegung, ob Schnee zur Reinigung von Photovoltaikanlagen ausreicht, lässt sich erweitern auf Sturm und schwere Regenschauer. In unseren Köpfen spukt ja noch immer die alte Marketing-Geschichte, dass die PV-Module selbstreinigend seien. Einmal installiert und nichts mehr tun als die Hosentasche aufzuhalten, um die Golddukaten klimpern zu hören....

Wie an anderer Stelle bereits ausführlicher betrachtet, ist die Verschmutzung der PV-Anlage abhängig von verschiedenen Faktoren. Der Art und Intensität von Schmutz, dem Standort, Kleinklima, bauliche Bedingungen, Dachneigung, Glasqualität, der Reinigungsmethode und vieles mehr.

Schnee und Regen reichen an ein paar wenigen AUSNAHMESTANDORTEN zur Selbstreinigung völlig aus. Wir kennen solche Photovoltaikanlagen in exponierter Lage, meistens in Bergnähe. Für die meisten PV-Anlagen lässt sich die Frage mit einem klaren "NEIN" beantworten. Schnee auf verschmutzten PV-Modulen kann die Solargläser verkratzen. Eine dicke Lage Schnee auf den Modulen hat ein ordentliches Gewicht. Wenn diese schwere Schneepackung ins Rutschen kommt, reisst sie den körnigen Schmutz mit sich und zieht diesen über die verkratzungsempfindlichen Gläser. In schneereichen Regionen empfehlen wir die Solarreinigung spätestens vor Winterbeginn durchführen zu lassen. Zum einen ist die Verkratzungsgefahr beseitigt, zum anderen rutscht der Schnee auf sauberen Modulen leichter herunter und sie machen gute Wintererträge.
Ökologische Solarreinigung
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(Fast) alle Photovoltaikanlagen brauchen früher oder später eine professionelle Reinigung. Im vorliegenden Fallbeispiel sieht man an einem sehr guten Standort die Grenzen der "natürlichen Selbstreinigung durch Wind und Wetter". Nach ein paar Jahren wachsen auch hier die Moose und Flechten in den Rahmen. Werden diese nicht rechtzeitig entfernt, können Rahmenschäden entstehen. Der kleine Schmutzrand hat über die Jahre in vielen kleinen chemisch-physikalischen Reaktionen einen "Abdruck" im Glas hinterlassen - eine Form der Glaskorrosion. Bei polykristallinen Modulen sind solche Ränder schon häufig gemessen worden. Die irreversiblen Verluste liegen etwa bei 4-6% Verlust im Jahresmittel. Bei Dünnschichtmodulen liegt uns klein Zahlenmaterial vor.

Was hält vernünftig denkende Menschen davon ab, eine so hochpreisige und werthaltige Anschaffung wie PV-Module bedarfsgerecht reinigen und warten zu lassen??
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