Wann lohnt sich eine professionelle PV Reinigung?

Eine professionelle Solarreinigung lohnt sich, wenn man bei bedecktem Himmel und trockenen Modulen eine Verschmutzung erkennt. Wenn Sie diesen Schmutz bereits über längere Zeiträume beobachten, sollten Sie die fachmännische PV Reinigung sogar zeitnah beauftragen – völlig unabhängig von den erzielten Stromerträgen.

Eine Solarreinigung lohnt sich erst bei Ertragsverlust?

Das alte Denken eine Solarreinigung ist erst dann wirtschaftlich, wenn die Stromverluste höher sind als die Reinigungskosten, beruht schlicht auf fachlicher Inkompetenz. Denn nur an den besonders schmutzstarken Standorten in Industrie, Landwirtschaft und Gewerbe haben Ertragsverluste durch Verschmutzung überhaupt eine wirtschaftliche Relevanz.

Die Ökologische Solarreinigung ist aktive Schadensprävention.

Auf den meisten Photovoltaikanlagen bewirken langjähriger Schmutz und pflanzlicher Bewuchs vor allem eines: irreversible Materialermüdung, Degradation, Korrosion und handfeste Modulschäden. Aus diesem Grund sind wir mit der Ökologischen Solarreinigung auf die Prävention von Modulschäden spezialisiert. Eine fachmännische und rechtzeitige Solarreinigung beugt Schäden, Reparaturen und Ausfallzeiten vor. Wenn die Solarreinigung einen möglichst langen störungsfreien Betrieb der PV-Anlage real unterstützt, ist ihr ökonomischer und ökologischer Nutzen am größten.

Selber Reinigen, den Hausmeisterservice oder einen „ordentlichen Fachbetrieb“ beauftragen?

Der Betrieb einer Photovoltaikanlage muß rentabel sein. Deshalb überlegt manch PV-Betreiber, ob er einfach den Fensterputzer mit der Modulreinigung beauftragt. Andere kaufen sich Reinigungsgerät und legen selbst Hand an. Sogar Industriebetriebe mit großen PV Anlagen schicken bei reduzierter Geschäftsauslastung ihre Mitarbeiter zur Modulreinigung aufs Dach.

Selbstgereinigte Photovoltaikanlagen, von einem Berufsanfänger oder mittels Photovoltaik-Schnellreinigung bearbeitete Anlagen sind meist in schlechtem Zustand. Die Module sind mit Flechten und Moos bewachsen, man findet hartnäckige Schmutzreste vor, sowie Wisch- und Kratzspuren. Auch technische Schäden an der Photovoltaikanlage wurden mangels Sichtprüfungskompetenz nicht erkannt.

Wer ein Handwerk von der Pike auf erlernt, weiß um was es wirklich geht. Eine Photovoltaikanlage reinigen, ist etwas völlig anderes als ein Auto waschen oder Fenster putzen. Solarglas stellt andere Anforderungen an das Reinigungshandwerk, an die Reinigungsmittel und an das Reinigungsgerät als eine Fensterscheibe. Denn hochwertiges Solarglas ist verkratzungsempfindlich. PV Module tragen ein thermisch vorgespanntes, beschichtetes Deckglass mit einer hohen Lichtdurchlässigkeit. Den stromerzeugenden Wafer darf man weder Erschütterungen noch lokalem Druck ausgesetzten. Das technische Bauteil Photovoltaikmodul braucht also eine völlig andere Reinigungsmethode als ein Dachflächenfenster.

Zusammenfassung:

Ohne fachliches Know-How kann eine Reinigung mehr schaden als nützlich sein. Die einfache Glasreinigung ist nur bedingt wirtschaftlich, weil sie lediglich Ertragsverluste ausgleicht. Die fachmännische, werterhaltende Solarreinigung kann hingegen zusätzlich aktive Schadensprävention leisten und wird die Laufzeit der PV-Anlage steigern:

  • Kostenminimierung: Produktmängel in der Gewährleistung entdecken
  • Ertragsmaximierung: die Photovoltaikanlage hat einen hohen Wirkungsgrad
  • Schadensprävention: Ausfallzeiten, Reparaturkosten und Worst-Case Szenarien werden verhindert
  • Nutzungsdauer: die Photovoltaikanlage hat eine längere Laufzeit

Deshalb lohnt es sich weder die PV Anlage selbst zu reinigen, noch einen Allround-Handwerker zu beauftragen, oder die Solarreinigung komplett auszusetzen. Ein erfahrener Fachbetrieb bringt dem Anlagenbetreiber den größten wirtschaftlichen Nutzen. Wenn Sie die Thematik noch weiter vertiefen möchten, sehen Sie nachfolgend 3 Fallbeispiele:

Die Photovoltaik Schnellreinigung

3 Fallbeispiele unsachgemäßer PV-Reinigung

PV Anlage selber reinigen mit Wischspuren

Bild 1:
Wischspuren mit hartnäckiger Verschmutzung

PV Anlage selber gereinigt in Großaufnahme mit Wischspuren

Bild 2:
Wischspuren in der Nahaufnahme

Photovoltaik Panels selber gereinigt mit starker Verpilzung

Bild 3:
Algen und Pilz wurden nicht entfernt

Photovoltaikmodul in Großaufnahme mit roter, heißer Stelle

Bild 4:
Sichtprüfung übersieht Modulschäden

Bilder 1 und 2:

„Wischspuren“ sind ein Indiz für schlechte Reinigungsergebnisse

Wenn der Solarreiniger Teilflächen schlecht reinigt, setzt dort unmittelbar die Nachverschmutzung zügig und hartnäckig ein. Eine fachgerechte PV-Reinigung hingegen beinhaltet eine Reinigungsmethodik die auch den sogenannten „unsichtbaren Schmutz“ restlos entfernt. Eine PV-Schnellreinigung lässt jedoch wichtige Arbeitsschritte aus, um Reinigungszeit einzusparen. Dies führt zu einer schnelleren Nachverschmutzung, weil beispielsweise im Reinigungswasser gelöste Schmutzreste nicht heruntergeschwemmt werden. Das verdünnte Schmutzwasser wird gleich wieder auf dem Solarglas festtrocknen. So entstehen Ankerpunkte, an denen eine Neuverschmutzung leicht anhaftet. Der Laie erkennt die Schmutzreste nur, wenn er darauf hingewiesen wird.

„Wischspuren“ sind auch ein Indiz für Oberfächenbeschädigung

„Wischspuren“ durch eine zu harte Reinigungsmethode zeugen von einer beschädigten Antireflexbeschichtung. Es gibt verschiedene Verfahren um eine Glasbeschichtung aufzutragen, das Plasmaverfahren ist besonders empfindlich gegen mechanische Einwirkung. Manche Rotationsbürsten sind bauartbedingt stark abrasiv und können leicht eine Solarglasbeschichtung beschädigen.

Bild 3:

Fachgerechte Modulreinigung entfernt pflanzlichen Bewuchs

Die Reinigungsbranche bietet eine große Bandbreite an Reinigungsqualitäten. Manche Betriebe reinigen einfach nur die Glasflächen, entfernen aber weder Flechten noch Moos. Denn eine fachmännische Flechtenreinigung braucht Know-How, Zeit und das passende Reinigungsgerät. Ist der Quadratmeterpreis auffällig gering, kann der Kunde in der Regel keine fachgerechte Reinigung erwarten.

Wenn die Rotationsbürste nur die größten „Moospuschel“ aus den Rahmenschlitzen gefräst, wird diese Arbeitstechnik das Pflanzenwachstum sogar noch zusätzlich angeregen. Wenn man den photosynthetisierenden Teil einfach nur kappt und das Wurzelwerk in der Tiefe des Rahmenschlitzes belässt, wird die Pflanze alles tun um am Leben zu bleiben. Nur das dezidierte Ausschwemmen der Modulrahmen kann pflanzlichen Bewuchs restlos entfernen und so Rahmenschäden und Delamination verhindern.

Das Wachstum von Flechten, Moos und Pilzen ist eine der Hauptursachen für eine ganze Reihe von Modulschäden.

Bild 4:

Technische Prüfung und Sichtprüfung

Eigentlich muss der Elektrofachbetrieb gemäß VDE 0105-100 und VDE 0126-23 jede Photovoltaikanlage spätestens alle 4 Jahre prüfen. Die Realität ist eine andere: die meisten PV-Anlagen bis 40KWp sehen einen Elektriker nur, wenn ein Schaden, oder eine massive Störung vorliegen. Deshalb haben die meisten Betreiber keine Ahnung, in welchem Zustand sich ihre PV Anlage befindet. Eine regelmäßige Sichtprüfung entdeckt auch Modulschäden, die sicherheitsrelevant sein können. Eine regelmäßige Sichtprüfung ergänzt den E-CHECK des Elektrikers.

Ein erfahrener Solarreiniger ist in der Lage unterschiedlichste Anomalien und Schäden am Modul zu entdecken, weil nur er bei den Reinigungsarbeiten jedes einzelne Modul betrachtet. So detailliert kann auch der Techniker die Module nicht auf Sicht prüfen. Deshalb sind die tournusgemäße Photovoltaikreinigung plus die wiederkehrende technische Prüfung durch erfahrene Fachbetriebe ein Garant für eine gut funktionierende PV Anlage.

In der Rubrik „Fragen und Antworten“ teilen wir mit Ihnen unsere Erfahrung und Branchenwissen rund um die Reinigung von Photovoltaikanlagen. Für darüberhinausgehende Beratung sind wir gerne für Sie da.