PV Reinigungsbürsten sind ein Experten-Thema, dem in der Praxis viel zu wenig Aufmerksamkeit gegeben wird. Das Fasermaterial, Faserlänge, Bestückung auf dem Bürstenkorpus, Abstände und Geometrie der Faserbündel, Hitzebeständigkeit, Stehvermögen usw., das alles sind Teilaspekte die über das Reinigungsergebnis und über die Schadensfreiheit entscheiden.

In der Ökologischen Solarreinigung haben wir für verschiedene Verschmutzungsarten und für unterschiedliche Gläser differenziert ausgearbeitete Bürstenköpfe. Diese unterscheiden sich nicht nur durch den Faserbesatz, sondern auch in Gewicht und Arbeitsbreite. Letztlich muß - je nach verwendeter Teleskopstange (Länge und Eigengewicht) - das Gewicht des Reinigungskopfes auf die Dachneigung abgestimmt werden. Hier habe ich ein wichtiges Stellrad für Schadensfreiheit und für die Reinigungswirkung.

Fingerspitzengefühl und Erfahrung beim Bürstentuning

Wenn der Mechatroniker den hochgezüchteten Automotor auf maximale Leistung bei bester Effizienz einstellt, darf er keinen Motorschaden provozieren. Beim Bürstentuning bedeutet dies: beste Reinigungswirkung, gutes Bewegungsverhalten und KEIN Verkratzungsrisiko! Unsere Bürsten sind so geschnitten, dass bei der verwendeten Wassermenge NIE der Wasserfilm reisst. Der Wasserfilm ist für das Bewegen der Reinigungsbürste auf Glas vergleichbar mit der Gummibereifung auf der Autofelge.

Diese Aspekte sind besonders bei der Reinigung stark verschmutzter Photovoltaik-Anlagen entscheidend. Hier ist das Verkratzungsrisiko besonders hoch. Bei Solargläsern mit innerer Vorspannung können sich Verkratzungen noch nach Stunden ausbreiten. Sind ausreichend Kratzer im Glas entsteht Streulicht und somit Reduktion des Stromertrags. Sind ausreichend Kratzer im Glas reduziert sich die Drucklastbeständigkeit bei Sturm, Hagel und Schnee.
Das vorliegende Fallbeispiel ist eine ehemals stark verschmutzte PV-Anlage. Das Werkstattgebäude ist unmittelbar neben einem Kaltluftstall in Windrichtung gebaut. Durch die regelmäßigen bedarfsorientierten Pflegereinigungen hat sich die Nachverschmutzung (den Umständen entsprechend) deutlich reduziert. Es sind auch keine Moose und Flechten mehr vorhanden. Der Reinigungszeitpunkt wird nicht mit spitzer Feder gerechnet. Be einem Quadratmeterpreis von € 1,35 netto, inklusive aller Nebenkosten wird die PV-Anlage gerne mitgereinigt, wenn wir bei den anderen Landwirten im Ort die Photovoltaikanlagen reinigen.
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