Wenn Sie eine Photovoltaik Reinigung in Betracht ziehen, dürfen mögliche Ertragseinbußen niemals die einzige Entscheidungsgrundlage sein.

Ob Sie eine PV Reinigung als sinnvoll erachten, ist zwar eine rein wirtschaftliche Entscheidung. Das alte Denken, dass die Ertragseinbußen der Photovoltaikanlage höher sein müssen, als die Kosten für die PV Reinigung macht tatsächlich keinen Sinn. Nicht zu reinigen kann sogar die Rentabilität der gesamten Photovoltaik Anlage gefährden.

Ab wann sich eine Photovoltaik Reining dann wirklich lohnt, hängt von folgenden Faktoren ab:
Eine Photovoltaikanlage reinigen zu lassen ist sinnvoll, wenn die PV Anlage verschmutzt ist. Zunächst völlig unabhängig von der Höhe der Ertragsverluste. Stammen die Verschmutzungen nämlich von Abgasen aus Verbrennungsprozessen (Heizungsanlagen, Industrie oder Strassenverkehr) können diese chemisch reaktiv sein und die Glasgüte irreversibel schädigen.

Hat man lediglich leichte Umgebungsstäube oder Blütenstaub auf den Solarmodulen kann man die abgetrockneten Module nach einem starken Regenschauer kontrollieren. Sind die Stäube fest, wird sich der Schmutz aufgrund vieler Ankerpunkte in den kommenden Monaten zügig aufbauen. Durch Beobachtung lässt sich dann der richtige Reinigungszeitpunkt finden.

Auch pflanzliches Wachstum, wie Flechten, Moose und Pilze sollten rechtzeitig aus den Modulrahmen entfernt werden. Nicht durch Wegraspeln mit rotierenden Bürsten, sondern durch nachhaltiges Freischwemmen. Andernfalls wird das Wachstum durch pures Abreissen eher noch forciert. Intensives Pflanzenwachstum im Schlitz zwischen Solarglas und Rahmen, kann bis zum Aufbiegen der Modulrahmen führen. Auch ein Verwinden der Rahmen wird häufig dokumentiert, was unkontrollierten Druck aufs Glas erzeugen kann. Werden die Photovoltaikgläser im Sommerbetrieb heiß, steigt das Risiko für Glasbruch.

Einzelne, haftende Verschmutzungen, die groß genug sind auf dem darunterliegenden stromerzeugenden Wafer eine Abschattung hervorzurufen, können die Entstehung von Hotspots initialisieren oder fördern. Unter dem Schmutz wird die Zelle nachweislich heißer. Manche PV-Module sind anfälliger für die Hot-Spot-Bildung, als andere.
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Im vorliegenden Fallbeispiel, einer Maschinenhalle am Rande eines landwirtschaftlichen Anwesens, wurde der langsame Aufbau der Solarverschmutzung über Jahre hinweg beobachtet. Als die Verluste durch Verschmutzung nachweislich den Schwellenwert der Reinigungskosten überschritten haben, wurde die PV Reinigung von der Eigentümergemeinschaft beauftragt. Will man nun tatsächlich mit spitzer Feder rechnen, müsste man eigentlich sogar die Ertragsverluste unterhalb des Cross-Profit berücksichtigen, die sich in den vergangenen Jahren akkumuliert haben.

Glücklicherweise ließ sich die jahrelange Schmutzauflagerung rückstandfrei entfernen. Es konnte keine Veränderung im Glas festgestellt werden. Allerdings mussten wir erhebliche Mengen an Pflanzen aus den Modulrahmen schwemmen. Diese wuchsen nach innen, und waren vor der Reinigung kaum sichtbar gewesen. Bei so einem intensiven Aufwuchs, ist die restlose Entfernung bei der Erstreinigung kaum möglich.

So konnten wir die Reinigungsarbeiten zwar mit einem sehr schönen Ergebnis abschließen, die PV-Anlage sollte dennoch gut beobachtet werden. Das Nachwachsen der Pflanzen in den Modulrahmen muß auf jeden Fall unterbunden werden.
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